Dessous und Wäsche pflegen nach Materialart

Die Faser bzw. das Material aus dem die Wäsche besteht, hat den größten Einfluss auf die Pflegeeigenschaften. Im Folgenden finden Sie allgemeine Informationen zu den einzelnen Fasern.

  • Acetat
    Acetatstoffe sind allgemein sehr empfindlich gegenüber Säuren (z.B. Essig) und Basen (die meisten Waschmittel). Für die Reinigung von Acetaten sollten daher keine zu stark alkalischen (basischen) Waschmittel zum Einsatz kommen, denn sonst verlieren die Textilien schnell an Form und Glanz. Gewaschen werfen sollte von Hand oder in der Waschmaschine im Schongang bei 30°C. Eine chemische Reinigung ist oftmals ebenfalls möglich.Zum Trocknen hängen Sie die Acetat-Wäsche einfach feucht auf. Die Faser trocknet sehr schnell. Auf keinen Fall gehören Acetate zum Trocknen auf die Heizung oder in den Trockner, da der Stoff hitzeempfindlich ist und schnell schmilzt. Acetatstoffe sollten nur sehr vorsichtig, auf kleinster Stufe (maximal 120°C) gebügelt werden, am besten halbfeucht auf der Innenseite.


  • Baumwolle
    Baumwolle ist eine relativ robuste Faser. Bunte Baumwoll-Unterwäsche kann bei 40-60°C gewaschen werden, weiße Baumwollwäsche verträgt auch 95°C. Allerdings besteht bei Temperaturen über 60°C die Gefahr des Einlaufens.
    Zum Trocknen die Wäsche gut geschleudert auf die Leine hängen und auf den Wäschetrockner verzichten, damit die Wäsche nicht einläuft.
    Baumwolle kann bei mittlerer bis hoher Hitze gebügelt werden, möglichst sollte Dampf verwendet bzw. die Baumwolle angefeuchtet werden.


  • Elasthan (auch Elastan oder US „Spandex“)
    Elasthan ist temperaturempfindlich und sollte deshalb bei maximal 40°C im Schonwaschgang gewaschen werden. Gemische mit Baumwolle vertragen auch bis zu 60°C, Seide- oder Wolle-Gemische mit Elasthan maximal 30°C. Zur Schonung der Faser empfiehlt sich das Verwenden eines Wäschesäckchens. Die Textilien sollten nicht geschleudert werden. Zum Reinigen verwenden Sie am besten ein Fein- oder Colorwaschmittel. Bademode nach Benutzung bitte nicht mit Haarshampoo oder Duschgel waschen und immer gründlich ausspülen. Verzichten Sie auf Weichspüler, da diese das Gewebe brüchig machen können.
    Nicht im Trockner oder auf der Heizung trocknen, Elasthan ist sehr hitzeempfindlich! Bügeln ist im Allgemeinen überflüssig, auf kleinster Stufe aber oft möglich.


  • Kaschmir
    Kaschmir ist eine empfindliche Faser, die möglichst selten gewaschen werden sollte und wenn, dann mit einem speziellen Wollwaschmittel. Prinzipiell kann Kaschmir auch in der Maschine gewaschen werden, allerdings nur kalt im Wollwaschprogramm und geschützt in einem Wäschebeutel, Kopfkissen etc. Geschleudert werden sollte nur mit geringen Geschwindigkeiten bis maximal 600 Umdrehungen.
    Besser (auch ökologisch, wenn man nicht gerade viel Kaschmirwäsche zu waschen hat) ist die Handwäsche mit dem Wollwaschmittel oder einem handelsüblichen Haarwaschmittel. Das Kaschmirtextil kurz im lauwarmen Waschwasser einweichen und dann mit kalten Wasser ausspülen, bis dieses wieder klar wird.
    Zum Trocknen das Kaschmirprodukt auf keinen Fall in den Trockner geben, auf die Heizung legen oder von Hand auswringen. Einfach auf ein Handtuch legen, ein zweites Handtuch obendrauf und dann vorsichtig ausdrücken. Den Restfeuchtigkeit wird bei der Trocknung an der Luft entzogen. Gebügelt werden sollte Kaschmir nur im Ausnahmefall und wenn dann auf niedrigster Stufe und auf der Innenseite.


  • Lyocell (Tencel)
    Lyocell kann bei 60°C mit Feinwaschmittel maschinell gewaschen und auch chemisch gereinigt werden.
    Lyocell lässt sich im Trockner bei niedriger Temperatur trocknen, sollte danach aber sofort aus dem Trockner entnommen werden. Bügeln lassen sich die Textilien maximal auf mittlerer Stufe, bei hohen Temperaturen kann die Faser brechen.


  • Milchprotein = Regenerierte Proteinfaser (s. da)


  • Modal
    Modal ist gut waschbar bei 30, 40 oder 60°C im Schonwaschgang und kann chemisch gereinigt werden. Es sollten milde Waschmittel verwendet werden, für weiße Wäsche kann gelegentlich Gardinenwaschmittel eingesetzt werden, um diese zusätzlich aufzuhellen. Modal sollte schwach oder gar nicht geschleudert werden. Da die Faser leicht trocknet, kann man die Wäsche einfach feucht aufhängen, für den Trockner eignet sich die Faser nicht. Modal kann bei mittlerer Stufe unter einem mäßig feuchtem Zwischentuch oder mit Dampf gebügelt werden. Starkes Aufdrücken vermeiden, nicht verziehen. Modal ist – da aus dem gleichen Ausgangsmaterial hergestellt – in vielen Belangen der Viskose sehr ähnlich, allerdings etwas robuster.


  • Nylon (Polyamid)
    Nylon am besten getrennt von Buntwäsche im Schonwaschgang bei 30°C waschen. Die Kleidungsstücke sollten nicht zu lange gewaschen werden, da sie sonst schrumpfen und knittern. Aus diesem Grund sollte auch auf das Schleudern verzichtet werden. Wenn Sie wollen, können Sie Weichspüler verwenden.
    Getrocknet wird Nylon einfach an der Luft, extreme Sonneneinstrahlung sollte allerdings vermieden werden. Im Trockner wird Nylon bei geringer Temperatur getrocknet. Um statische Aufladung zu vermeiden, empfiehlt sich die Zugabe eines Trocknertuches. Die Wäsche sollte sofort nach dem Trocknen aus dem Gerät entnommen werden. Nylon kann bei kleiner Hitze (1 Punkt) gebügelt werden, am besten unter einem feuchten Tuch.


  • Polyacryl
    Polyacryl-Kleidung ist sehr pflegeleicht und kann bei bis zu 40°C in der Waschmaschine im Feinwaschgang gewaschen werden. Verwendet werden sollte ein Feinwaschmittel. Die Fasern können sich elektrostatisch aufladen, die Zugabe von Weichspüler verhindert dies. Nicht schleudern oder im Trockner trocknen! Tropfnass aufhängen genügt, direkte Sonneneinstrahlung ist jedoch zu vermeiden. Polyacryl kann auf kleinster Stufe ohne Dampf gebügelt werden.


  • Polyehtylen
    Wird nur in kleinen Mengen den Wäschefaser zugesetzt und lässt sich wie Polyester behandeln.


  • Polyester
    Kleidung aus Polyester sollte nicht zu heiß, also bei maximal 30 bzw. 40 °C gewaschen werden. Zum Entfernen von Flecken eignen sich handelsübliche Geschirrspülmittel. Am besten erfolgt die Reinigung mit Color-Waschmittel (Buntes) bzw. Feinwaschmittel im Schonwaschgang, anschließend sollte auch nur mäßig geschleudert werden. Weichspüler bitte nur sehr behutsam eingesetzen, da die Faser den Geruch recht deutlich annimmt.
    Polyester kann bei mittlerer Hitze (2 Punkte, ca. 150°C) gebügelt werden. Die Textilien trocknen sehr schnell an der Luft. Soll Polyesterkleidung im Trockner getrocknet werden, dann nur schonend und bei niedriger Temperatur.


  • Polypropylen
    Polypropylen ist kochbeständig, insbesondere Funktionswäsche kann und sollte heißer gewaschen werden, um die Gerüche zu entfernen. Achtung: Ausfärben ist möglich! Die Textilien bei niedriger Umdrehungszahl schleudern.
    Bei Funktionswäsche aus Polypropylenfasern sollte auf Weichspüler verzichtet werden, da dieser sich in der Faser festsetzt und so den Feuchtigkeitstransport verhindert. Polypropylen sollte nicht gebügelt werden, gelegentlich ist das Bügeln bei niedriger Temperatur möglich.


  • Polyurethan
    Polyurethan ist Hauptbestandteil der Elasthan-FAser (s. da).


  • Seide
    Seide ist eine sehr empfindliche Faser, die möglichst nicht in der Maschine gewaschen werden sollte, auf keinen Fall jedoch ungeschützt. Am Besten werden Seidendessous bei 30°C mit der Hand gewaschen, in der Maschine empfiehlt sich der Feinwaschgang und ein Wäschesäckchen. Auch eine chemische Reinigung ist möglich.
    Zur Reinigung von Seiden-Unterwäsche sollten ausschließlich milde Seife, Seidenshampoo oder ein Feinwaschmittel verwendet werden, da andere Waschmittel zu aggressiv sind und das Material beschädigen oder ausbleichen können. Zum Waschen setzt man eine handwarme Seifenlauge an, in der man die Seide kurz (3-5 Minuten) einweicht. Während dieser Zeit kann die Seide leicht hin und her bewegt werden. Achtung: Nasse Seide ist leicht verformbar!
    Ausgespült wird mit kaltem Wasser, das einige Tropfen Weinessig enthalten kann, damit die Kalk- und Seifenreste verschwinden. Dunkle oder bemalte Seide nicht einweichen und nur kurz im kalten Waschwasser waschen!
    Die Trocknung erfolgt am besten an der Luft, auf keinen Fall im Trockner, da die Seide sonst knittert. Auch das Auswringen verbietet sich. Soll die Trocknung beschleunigt werden, wickelt man die Seide in ein trockenes Handtuch. Nicht auf die Heizung legen oder starker Sonneneinstrahlung aussetzen! Seide lässt sich Bügeln, dabei sollte aber auf das Einsprühen verzichtet werden, um Wasserflecken zu vermeiden. Zudem sollte Seide von der Rückseite gebügelt werden.


  • Viskose
    Viskosegewebe sind sehr empfindlich. Vor dem ersten Waschen sollte sie in kaltem Wasser eingeweicht werden. Nur Woll- und Feinwaschmittel verwenden, die stark schäumen. Bei der Maschinenwäsche empfiehlt es sich, die Textilien auf „links“ zu wenden und diese bei 30°C, maximal bei 40°C in einem Feinwaschgang (bzw. Schonwaschgang) zu waschen. Auch die Verwendung eines Wäschesäckchens ist sinnvoll. Die Maschine sollte maximal zu zwei Dritteln gefüllt sein, um Knittern zu vermeiden. Die Wäsche nach dem Waschen nicht oder nur sehr vorsichtig schleudern.
    Zum Trocknen sollte Kleidung aus Viskose nass auf der Leine oder auf einen Bügel aufgehängt werden. Auf keinen Fall in den Trockner geben.
    Gebügelt wird Viskose im (noch) leicht feuchten Zustand oder unter einem feuchten Tuch bei mittleren Temperaturen. Beim Dampfbügeleisen genügt die niedrigste Stufe.


  • Wolle
    Wolle ist sehr empfindlich und darf daher nicht gekocht oder mit chlorhaltigen Waschmitteln gereinigt werden. Handwäsche wird empfohlen, aber die Wolle kann auch in der Maschine gewaschen werden, wobei die Trommel nicht zu voll beladen werden sollte. Immer erst die Angaben auf dem Etikett überprüfen und die Maschine auf einen kurzen, schonenden Waschgang (Handwaschgang wenn vorhanden) ohne Schleudern einstellen oder nur kurz anschleudern.
    Handwäsche: Das Wollprodukt mit einem speziellen Wollwaschmittel waschen. Das Wasser darf höchstens 30°C warm sein. Nicht einweichen lassen. Schonend reiben, mit lauwarmem Wasser und etwas Weichspüler ausspülen und dann noch einmal mit lauwarmen Wasser nachspülen. Starke mechanische Beanspruchung vermeiden, nicht auswringen. Trocknen: Die Wolle kurz mit einem Handtuch trocken drücken (nicht auswringen!) und dann auf einem anderen Handtuch liegend trocknen lassen. Heizungswärme oder direkte Sonneneinstrahlung schaden der Faser. Nasse Wolle auch nicht aufhängen, das hohe Eigengewicht verzieht die Textilie! Entsprechend gekennzeichnete Kleidungsstücke lassen sich auch im Trockner trocknen.


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