Orangenhaut: Fakten, Mythen und Legenden über Cellulite

Orangenhaut
©istock/AleksandarPetrovic
Es ist das Horror-Wort an sich: Cellulite. Die Bedrohung durch die berühmt-berüchtigte Orangenhaut lässt Frauen auf der ganzen Welt erzittern. Doch Furcht ist nur durch Wissen beizukommen. Und Sicherheit gewinnt FRAU erst, wenn sie es versteht, die falschen Legenden von den Fakten zu unterscheiden. Deshalb stellen wir von SUNNY DESSOUS genau 7 Mythen und 10 Tatsachen zur Cellulite vor.

Es gibt Dutzende von Ratgeber-Texten darüber, wie FRAU dieses ebenso geheimnisvolle wie angsteinflößende Problem loswerden kann. Doch zunächst sollte erwähnt werden: Du bist nicht allein! Denn Cellulite betrifft irgendwann fast 90 Prozent aller Frauen. Übrigens auch die, welche ansonsten schlank und fit sind. Und so häufig wie Cellulite ist, gibt es auch eine Menge Fehlinformationen darüber, was es ist, was es verursacht und wie man es loswerden kann. Bevor du dich also zu schuldig fühlst, einen sinnlosen kosmetischen Eingriff planst oder ein Vermögen für rezeptfreie Produkte ausgibst, lies unseren Ratgeber. SUNNY DESSOUS wird dich in deiner Body Positivity stärken und stellt genau deshalb 7 Mythen und 10 Tatsachen zur Cellulite vor. Hier die immer noch existierenden Legenden:

7 Mythen und Legenden über Cellulite

Mythos 1: Cellulite wird durch Giftstoffe in Deinem Körper verursacht

Der Markt ist voll von rezeptfreien Kosmetik-Produkten, die von sich behaupten, Unreinheiten und Giftstoffe aus dem Körper zu befördern und damit Cellulite zu bekämpfen. Doch all diese Heilmittelchen setzen an einem völlig falschen Punkt an. Denn die sogenannte „Orangenhaut“ tritt immer dann auf, wenn darunterliegende Fettpolster beginnen, sich durch Schichten von Kollagenfasern oder Bindegewebe unter der Haut zu drängen. Das Bindegewebe kann durch einige Hormone, Mangel an Bewegung und Muskeltonus, überschüssiges Fett und schlechte Durchblutung geschwächt werden. Im Körper enthaltene „Giftstoffe“ sind hingegen nicht ursächlich für das Auftreten von Cellulite.

Mythos 2: Cellulite ist ein Problem der Übergewichtigen

Falsch. Denn Übergewicht macht das Auftreten der Fett-Knubbel unter dem Bindegewebe nur auffälliger. Cellulite ist ein Problem von Frauen aller Größen und Formen. Sogar Modells, Leistungssportlerinnen und absolute Fitness- und Gesundheitsapostel leiden unter den berüchtigten „Dellen“ in der Haut. Shira Ein-Dor, die Inhaberin eines der bekanntesten Cellulite-Behandlungszentren in New York City, sagte kürzlich in einem Interview: „Ich behandle sogar Victoria’s Secret-Modelle. Sie sind sehr schlank, sie trainieren und essen gut, sie machen alles richtig, aber sie haben immer noch Cellulite.“ Shira Ein-Dor sagte auch, dass Frauen mit Cellulite zunächst ein starkes Gefühl der Body Positivity entwickeln sollten, bevor sie sich zu stark mit ihrer aufkommenden Orangenhaut beschäftigen.

Mythos 3: Ausdauertraining ist das beste Mittel gegen Dellen und Knubbel unter der Haut

Ein weiterer Mythos ist, dass das sogenannte Cardio-Training gegen die Wackel-Haut wirkt. Doch Laufen und andere Ausdauer-Sportarten können vielleicht helfen, das Gewicht zu halten. Aber um die Haut wirklich zu glätten, muss eher Kraft trainiert werden. Forscher in den USA fanden kürzlich heraus, dass Erwachsene, die acht Wochen lang drei 30-minütige Aerobic-Trainingseinheiten pro Woche absolvierten, zwei Kilogramm verloren, aber keine Muskeln aufbauten und sich auch in ihrer Körperform kaum etwas veränderte. Bei dreimal pro Woche 15 Minuten Krafttraining hingegen verloren sie fünf Kilogramm Fett, und fügten ein Kilogramm Muskelmasse hinzu. Die Körperhaltung verbesserte sich. Bindegewebe wurde gestärkt und auch die Haut straffte sich merklich durch die darunter liegenden Muskeln. Beste Voraussetzungen, um auch die deutlichsten Merkmale der Cellulite unsichtbar zu machen.

Mythos 4: Hautstraffende Cremes können Cellulite heilen

Entgegen aller Beteuerungen kann kaum eine auf dem Markt erhältliche Creme das Erscheinungsbild von Cellulite dauerhaft reduzieren. Studien haben jedoch gezeigt, dass Produkte, die Retinoide (Retinol) enthalten, einige vorübergehende Wirkungen haben können, indem sie eine dickere Hautschicht bilden, die helfen kann, Cellulite zu tarnen. Die meisten Cremes helfen jedoch eher beim Abnehmen. Cremes oder Peelings mit stimulierenden Inhaltsstoffen wie Koffein, Ingwer, grünem oder schwarzem Tee können zwar helfen, die Durchblutung zu verbessern und die Fettzellspeicher aufzulösen, aber eine Garantie im Kampf gegen die Orangenhaut sind sie nicht. Wenn FRAU trotzdem auf teilweise sündhaft teure Anti-Cellulite Cremes setzen will, dann sind ihr dennoch folgende Inhaltsstoffe empfohlen, die im Ruf stehen das überdehnte Bindegewebe zu stärken:

  • Ginseng/Ginkgo – enthält sogenannte pflanzliche Androgene und ist somit ein wirksamer Gegner für die Cellulite fördernden Östrogene.
  • Rosskastanienextrakt/Rotes Weinlaub – sorgt für die Ausschaffung überflüssiger Flüssigkeit im Gewebe und hat somit eine entschlackende Wirkung.
  • Viniferin/Guarana/Koffein – sind Stimulanzien für den Abbau von Fett in den Zellen. Durch diese wird außerdem die sogenannte Mikro-Zirkulation im Gewebe angeregt.
  • L-Carnitin – dieser natürlicherweise in der Haut enthaltene Wirkstoff fördert die Transformation von Fettgewebe in Energie. Und damit werden letztlich die Zellen besser versorgt.
  • Ruscus (Mäusedorn) – stimuliert den Fluss der Lymphflüssigkeit und arbeitet so gegen Flüssigkeitsstauungen in den unteren Gliedmaßen.

Mythos 5: Fettabsaugung lässt die Haut an Beinen, Po und Bauch besser aussehen

Wenn Cellulite dein Problem ist, sollte eine Fettabsaugung nicht die Lösung sein. Denn in Wirklichkeit könnte dieses kosmetische Verfahren die Fettverteilung unterhalb der Haut noch ungleichmäßiger machen. Denn dort, wo Fettzellen auf unnatürliche Weise verschwinden, blähen sich benachbarte ungleich mehr auf. Ähnlich verhält es sich mit der berühmten Fett-Weg-Spritze. Gut gegen Doppelkinn und Bäuchlein, gegen Cellulite bringt sie eher nichts. Ein Verfahren, mittels dessen hingegen recht gute Erfolge in dieser Problemzone erreicht worden sind, ist die sogenannte Endermologie. Dabei führt ein Techniker eine Saugvorrichtung, die von Rollen umgeben ist, über die Haut einer Patientin und zieht und quetscht zirka eine halbe Stunde lang Problempunkte. Die Ergebnisse sind nach etwa zehn Behandlungen (zwei pro Woche) sichtbar, kosten jedoch pro Sitzung um die 100 Euro.

Mythos 6: Nur ein Dermatologe sollte Cellulite-Behandlungen durchführen

Der Hautarzt ist die richtige Ansprechperson, wenn es um wirklich störende Cellulite geht. Und viele Dermatologen führen auch entsprechende Behandlungen in ihren Praxen durch. Aber Cellulite ist nunmal keine Krankheit, sondern lediglich ein kosmetisches Problem. Und so muss sie auch nicht zwingend von einem Arzt behandelt werden. Mittlerweile gibt es auch in Wellness-Centern auf Cellulite spezialisierte Nicht-Mediziner, die oftmals deutlich mehr über dieses Phänomen wissen als die „Götter in Weiß“. Allerdings sollte FRAU darauf achten, dass die Bediener bestimmter, die Cellulite bekämpfender Geräte, lizenziert und angemessen geschult sind. Sollten allerdings chirurgische Verfahren wie Cellulaze oder Geräte wie der Accent-Laser (Hochfrequenz-Energie) zum Einsatz kommen, sollte man nur erfahrenen Dermatologen an den Körper lassen.

Mythos 7: Es gibt wirksame Anti-Cellulite-Kleidung

Ist zumindest oft eine Legende und Marketing-Gag. Sogenannte Kompressions-Leggins zum Beispiel können während des Trainings die Vibration und damit das Ausleiern des Bindegewebes reduzieren. Aber eine langfristige Wirkung erzielen diese Kleidungsstücke meistens nicht. Für zu enge Kleidung kann sogar das Gegenteil der Fall sein: Elastische Bänder in Unterwäsche zum Beispiel können tatsächlich zum Auftreten von Cellulite beitragen, wenn sie die Durchblutung unterbrechen und den Blutfluss einschränken. Doch es gibt einige, von Dermatologen getestete Materialien, die im Kampf gegen Cellulite ihren kleinen Beitrag leisten. So zum Beispiel – in unserem Shop erhältlich – das Anticellulite-Höschen Victoria von Lisca. Dieser Anticellulite-Slip bietet optimale Unterstützung bei der Körperformung. Er beschleunigt die Fettverbrennung, verbessert die Entschlackung und bekämpft Orangenhaut. Sein Material Revolutional Slim ist dermatologisch getestet, sehr dünn, atmungsaktiv und unter enganliegender Kleidung unsichtbar. Es ist empfehlenswert, den Slip so oft wie möglich zu tragen, mindestens 8 Stunden täglich. Die Ergebnisse sind nach 6 Wochen bemerkbar. Die Wirkstoffe im Gewebe sind allerdings nicht permanent und verlieren mit dem Waschen allmählich ihre Wirkung.
 
Dies ist der erste Teil unseres Beitrags zum Thema Cellulite. Im zweiten Teil untersuchen wir 10 Fakten zu Cellulite.

freier Journalist für die Berliner Zeitung, Mitteldeutsche Zeitung und das Sunny-Dessous Magazin

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