Die Geisha – kunstvolle Unterhalterin oder Edelprostituierte?

Zwei sitzende Maikos
Maikos, Geishas in Ausbildung, tragen neben wunderschönen Kimonos prächtigen Kopfschmuck © istock/lorenzoantonucci
Die Geisha gehört für Menschen der westlichen Hemisphäre ebenso zum Grund-Kanon japanischer Kultur wie Sushi, Manga, Zen, der Kimono oder Sumo-Ringen. Und tatsächlich handelt es sich bei der japanischen Geisha um eine gesellschaftliche Figur, die es so in keiner anderen Kultur dieser Welt gibt. Sie ist weder Prostituierte, noch Kurtisane, eher eine Art Unterhalterin, die sich mit traditioneller japanischer Musik, Tanz, dem Spiel auf Instrumenten, mit Tee-Zeremonien und der hohen Form der Konversation auskennt.

Berühmt sind ihre aufwändig gestalteten Kostüme, Frisuren und Gesichtsbemalungen, die nicht nur die Fantasie der Dichter, sondern auch Ideen zahlloser Mode-Designer beeinflusst haben. Auch deshalb wollen wir von SUNNY hier die interessantesten Fakten zur GEISHA vorstellen und dabei nicht nur erklären, was eine Geisha ausmacht, sondern auch was eine Maiko ist, warum Geishas früher ihre Zähne schwarz anmalten und was der aufwändig gewickelte Seiden-Knoten auf dem Rücken einer Geisha zu bedeuten hat.

„Um eine wirkliche Geisha zu sein, muss man eine eiserne Schicht um sich haben – um den physischen Körper als auch um das Herz“
Michelle Yeoh, chinesisch-malaysische Schauspielerin (u.a. „Tiger and Dragon“, „Die Geisha“)

Was bedeutet das Wort Geisha?

Das Wort Geisha (芸 芸) setzt sich aus der ersten Silbe Gei-, was soviel wie Unterhaltung bedeutet, und der zweiten Silbe -Sha, das Ding oder die Person. Exakt die gleichen Begriffe sind Geiko (芸 芸) und Geigi (芸 芸), wobei Ko- das japanische Wort für Kind und Gi- das japanische Wort für eine Frau ist, die bei einem Bankett mit traditioneller japanischer Musik oder Gesang unterhält. Geisha bedeutet im Japanischen also so viel wie „Person der Künste und der Unterhaltung“.

Waren Geishas ursprünglich Männer?

Tatsächlich handelte es sich bis Mitte des 18.Jahrhunderts bei Geishas eigentlich um Männer, die von Edel-Prostituierten zur Unterhaltung der Freier angeheuert wurden, um deren Wartezeiten in den Rotlichtvierteln mit Gesang, Tanz und Konversation zu verkürzen. Nach und nach drängten allerdings immer mehr Frauen in diese Rolle und weil die für sich selber sexuelle Dienste anboten, sahen sich die angestammten Kurtisanen gezwungen, dafür zu sorgen, dass 1779 ein Gesetz erlassen wurde, nachdem es den weiblichen Geishas unter Androhung drakonischer Strafen verboten war, selber Sex anzubieten.

Eine lange und harte Ausbildung

Ursprünglich waren es vor allem mittellose Mädchen vom Lande, die die extrem aufwändige Ausbildung zur Geisha vollziehen mussten. Bis heute gehören zahllose Tanz- und Gesangsstunden, die Perfektionierung der Teezeremonie, Kalligrafie, das Beherrschen diverser Spiele, gehobene Konversation über Kunst, Literatur, Politik und Philosophie ebenso zu den Studien wie das Spielen auf den gitarrenartigen Zupfinstrument Shamisen und der Hayasi-Flöte. Eine Geisha muss nach wie vor dutzende von Gedichten und Haikus auswendig aufsagen und in jeder Sekunde ihres Auftritts Haltung bewahren können.

Die Maiko – die auszubildende Geisha

 

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Schon im 18. Jahrhundert waren Unterbringung, Ausbildung und Zusammenleben der Geishas und ihrer in Ausbildung befindlichen Maikos eine reine Frauen-Angelegenheit und vollzogen sich ohne den Einfluss von Männern. Die Frauen leben bis heute zusammen in einer Pension namens Okiya. Okiyas befinden sich in den sogenannten „Blumenvierteln“, den Hanamachis, die es in großen Städten wie Kyoto, Tokio oder Osaka noch gibt. Die Frau, die die Okiya besitzt, wird Oka-san (Mutter) genannt und bezahlt die Kleidung und die Unterbringung der Maiko als Gegenleistung für ihr zukünftiges Einkommen als Geisha. Die vollen Schulungskosten für eine Maiko können sich am Ende auf unglaubliche 500.000 US-Dollar belaufen. Das vorgestreckte Geld zurückzuzahlen, dauerte deshalb oftmals viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Früher wurden schon ganz junge, in der Regel vorher zur Adoption freigegebene Mädchen im Alter ab vier bis fünf Jahren zur Geisha ausgebildet. Heutzutage müssen sie allerdings bis zum Alter von 15 ganz offiziell die Schule besuchen und können sich dann gänzlich freiwillig für ein entsprechende Karriere entscheiden. Die Auszubildenden müssen mindestens eine einjährige Ausbildung durchlaufen und heißen in dieser Zeit „Maiko“. Wenn eine Frau zu Beginn der Ausbildung bereits 20 Jahre oder älter ist, wird ihr in der Regel kein Maiko-Titel verliehen. Geishas und Maikos können an ihrem Make-up, ihrer Frisur und ihrem Kimono voneinander unterschieden werden.

Maximal 1,60 Meter groß und mindestens 45 Kilogramm schwer

Eine Geisha darf weder zu groß noch zu dünn sein. Die Maximalgröße einer Geisha ist 1,60 Meter, da ihre hölzernen Plateauschuhe sie um mindestens 10 Zentimeter größer machen und nur wenige japanische Männer eine Größe von 1,70 Meter überschreiten. Eine Geisha muss außerdem mindestens 45 Kilogramm wiegen, da ihre Kleidung, Haare und Accessoires bis zu 15 Kilogramm wiegen können. Frauen, welche zu dünn sind, werden große Probleme haben, die gesamte Montur aufrecht tragen zu können. Am wichtigsten ist, dass eine angehende Geisha mit dem starren und strukturierten Lebensstil vertraut ist, bei dem sich alles, von Manierismen über Sprache bis hin zur Körperpflege, vom modernen Leben unterscheidet.

Das japanische Ideal der perfekten Frau

Das gesamte Bild der Geisha ist so gestaltet, dass es das japanische Ideal der perfekten Frau verkörpert. Sie ist schön und kultiviert und ähnelt alles in allem einer Puppe. Zum größten Teil ist sie wie ein Kunstwerk – zum Anschauen und Bewundern, aber nicht zum Anfassen. Ihr Geschäft besteht seit jeher darin, den reichsten und mächtigsten Männern Japans einen Traum von Luxus, Romantik und Exklusivität zu verkaufen. Eine Geisha muss vor allem unter allen Umständen und in jeder Lebenssituation Haltung bewahren. Cho-Cho-San, die tragische Heldin aus Giacomo Puccinis Oper „Madame Butterfly“ (uraufgeführt 1904) führt den Europäern bis heute auf der Bühne vor, wie das bis zum bitteren Ende (Harakiri) gemeint ist. Geishas im 19. Jahrhundert waren übrigens das Äquivalent zu modernen Filmstars oder Supermodels heute. Die bekanntesten Geishas verdienten Vermögen und waren Trendsetter in Mode und Kultur. Dieser Lebensentwurf war weit entfernt vom typischen Leben einer japanischen Frau zu dieser Zeit, die meistens entweder Ehefrauen oder Prostituierte waren.

 

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Schwindende Zahlen – Geishas sind vom Aussterben bedroht

In der Blütezeit der Geishas um die 1930er Jahre gab es bis zu 80.000 Frauen, die Maikos und Geishas waren. Im Laufe der Zeit ist diese Zahl stark zurückgegangen. Heute gibt nur noch rund eintausend aktive Geishas. Selbst heute ist das Abendessen mit einer Geisha ein extrem teures Vergnügen und kostet ungefähr 600 Euro. Viele moderne japanische Männer verzichten darauf und suchen sich billigere Unterhaltungsformen. Infolgedessen droht die Geisha-Tradition zu verschwinden.

Danna – der reiche Gönner der Geisha

Ein Danna ist ein ebenso mächtiger wie reicher Mann, der für alle Kosten der Geisha aufkommt. Früher kümmerte sich der Danna ein Leben lang um seine favorisierte Geisha. Damit zeigte er auch, dass er stets genug Geld besaß, um es sich leisten zu können, ihr Patron zu sein. Die Beziehung zwischen Danna und seiner Favoritin war nicht von Natur aus sexuell. Dass es allerdings nicht ausgeschlossen war, zeigte der Fall von Japans ehemaligem Premierminister Sosuke Uno. Der musste 1989 zurücktreten, weil seine Geisha mit einigen pikanten Details über ihre Beziehung an die Öffentlichkeit gegangen war. Mitsuko Nakanishi tat das vor allem, weil sie sich schlecht bezahlt sah. Der Politiker wollte ihr nur 2.000 statt der üblichen 8.000 Euro für exklusive Dienste zahlen.

Blume, Kugel oder Weihrauch – die Gehaltsstufen der Geishas

Etwas indirekt ansprechen zu können, ist in der japanischen Sprache eine Form der Schönheit. So reden Geishas auch nicht direkt über Geld oder Preisklassen, sondern geben sich stattdessen unterschiedliche Ränge, die entweder Ohanadai, Gyokudai oder Senkoudai heißen können. -Dai ist dabei das Wort für Preis und Ohana bedeutet Blume, während Gyoko die Kugel und Senkou der Weihrauch ist. Für die bei einer Geisha verbrachte Zeit wird übrigens auch keine Uhr verwendet. Vielmehr werden während der ganzen Zeremonie nacheinander Räucherstäbchen entzündet, die ungefähr nach einer Stunde vollständig heruntergebrannt sind. Am Ende der Nacht wird die Geisha durch die Anzahl der verbrannten Stöcke bezahlt. Die Gebühr wird als „Weihrauchgebühr“ bezeichnet, in Kyoto bevorzugt man das Wort „Blumengebühr.“

Der Kimono – und welche Bedeutung hat der Obi?

 

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Die Herstellung eines Geisha-Kimonos dauert bis zu drei Jahre und hat in ihrem gesamten Auftreten eine überragende Bedeutung. Der formelle Kimono besteht vollständig aus Seide und hat einen tiefen Ausschnitt, der vor allem den Nacken zur Geltung bringen soll, der unter japanischen Männern als besonders sinnlicher Körperteil gilt. Besonders auffällig am Kimono der Geisha ist der Obi genannte Knoten am Rücken, der wie ein Kissen oder Rucksack aussieht. Der Obi ist ein vier Meter langes Seidentuch, welches kunstvoll um die Taille der Geisha gewickelt und auf dem Rücken zusammengeknotet wird. Der Obi kann nur mit Hilfe einer Ankleiderin (Kitsuke) gewickelt werden, ist kunstvoll verziert und bei den Auszubildenden Maikos oftmals einen Meter länger und noch auffälliger als bei den wirklichen Geishas. Um zu verhindern, dass die Säume des wertvollen Kimonos auf der Straße schleifen, tragen Geishas wie Maikos spezielle Plateau-Sandalen aus Holz, namens Geta.

Das weiße Gesicht

 

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Traditionelles Geisha-Make-up enthält ein weißes Grundierungspulver namens Oshiori, mit dem Gesicht und Hals bemalt werden. Es enthält auch leuchtend roten Lippenstift und eine schwarz-rote Augenpartie. Ältere Geishas hören manchmal auf, das weiße Puder aufzutragen, behalten aber den Rest des Make-ups bei. Während heute das weiß gestrichene Gesicht ein Geisha-Markenzeichen ist, gab es ursprünglich einen praktischeren Grund dafür. Im schummrigen Kerzenlicht vorheriger Jahrhunderte konnten sich Geishas nur durch grelle Gesichtsbemalungen vom Rest der übrigen Gesellschaft auf Banketten und Feiern abheben.

Die schwarze Perücke

An der Frisur kann man übrigens erkennen, wie weit ein Mädchen in der Geisha-Ausbildung vorangekommen ist. Eine Maiko, also eine Schülerin, darf noch keine Perücke namens Katsura tragen. Ähnliche Grenzen werden beim Schminken gezogen: Eine Maiko darf sich zunächst nur die Unterlippe im maskenhaft weißen Gesicht blutrot anmalen. Für die kunstvoll gefalteten Haare benutzt eine Maiko das eigene Haar, darf aber auch Haarverlängerungen verwenden. Um das Kunstwerk auf dem Kopf auch zwischen den Friseurbesuchen zu schützen, schlafen Geishas auf einer speziellen Unterlage namens Takamakura. Maikos haben übrigens ähnlich wie beim Obi die Möglichkeit, deutlich aufwendigere Blüten oder Ornamente in der Frisur zu platzieren als Geishas, die stets dem Gebot der Subtilität und Zurückhaltung verpflichtet sind.

Besonderes Schönheitsmerkmal – schwarze Zähne

Der Brauch, sich die Zähne zu schwärzen („Ohaguro“), galt in Japan bis Anfang des vergangenen Jahrhunderts allgemein als Schönheitsmerkmal bei Frauen. Heutzutage schwärzen sich Maikos die Zähne nur einmal in ihrer Laufbahn. Nämlich dann, wenn sie ihren Abschluss zur Geisha machen.

Einige besonders interessante Regeln:

  • Während ihrer Ausbildung darf eine Geisha weder ein Handy noch das Internet benutzen. Selbst Fernsehen gilt als nicht besonders schicklich. Eine Maiko arbeitet bis auf zwei freie Tage im Monat und kann Freunde und Familie nur ein paar Mal im Jahr zu besonderen Anlässen sehen.
  • Selbst wenn eine Geisha zu Hause und nicht im Dienst ist, kann sie sich nie ganz entspannen. Von einer Geisha wird permanent erwartet, dass sie jederzeit die richtigen Manieren beibehält und ein Vorbild für jüngere Geishas ist.
  • Die Unterkunft der Geishas darf normalerweise nicht einfach so von der Straße aus betreten werden. Um die Erlaubnis zum Betreten zu erhalten, muss man von einem bereits bekannten Kunden vermittelt werden oder mit der Eigentümerin in Verbindung stehen. Ausländer durften noch bis vor kurzem nicht ohne japanische Begleitung eintreten, aber diese Beschränkungen haben sich in den letzten Jahren etwas gelockert.
  • Eine Geisha benimmt sich gegenüber dem Mann weder besonders sanftmütig noch unterwürfig. Sie müssen in allen wichtigen Themen auf dem neuesten Stand der Dinge und in der Lage sein, kluge und anregende Gespräche mit ihren Kunden zu führen. Zu einer Zeit, in der es vielen japanischen Frauen nicht erlaubt war, mit ihren Männern auf Augenhöhe zu sprechen, konnten sich Geishas offen über eine Vielzahl von Themen unterhalten und auch Widerrede wagen.
  • Eine Geisha darf nicht heiraten, solange sie arbeitet. Sobald sie sich aus dem Geisha-Leben zurückzieht, kann sie heiraten, wenn sie möchte.
  • Geishas verwenden für sich selbst stets Kunstnamen, die sie mit ihrer Ausbildungsstätte und ihren Lehrerinnen in Verbindung bringen.

Shamisen – die Geisha-Gitarre

Ein Shamisen ist ein japanisches Saiteninstrument, das im 18. Jahrhundert in die Geisha-Kultur eingeführt wurde. Das Instrument hat drei Saiten und ähnelt einer kleinen Gitarre. Die Saiten werden mit einem großen Holzpflücker, einem Bachi, gezupft. Heute ist es das berühmteste der Geisha-Instrumente und am schwierigsten zu perfektionieren. Weil es ansonsten nur wenige gut beherrschen, wird auf das Meistern der Shamisen in der Geisha-Ausbildung besonders viel Wert gelegt.

Der Geisha-Tanz

 

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Eine Geisha lernt auch einen Tanz, der Shimai genannt wird. Er wird in Kabuki-Theatern auch als Solo-Tanz aufgeführt, dort jedoch ohne Kostüme und Masken. Der Tanz wird von traditioneller japanischer Musik begleitet und enthält disziplinierte und kontrollierte Bewegungen ähnlich wie beim Tai-Chi. Jede Geste des Tanzes erzählt eine Geschichte und hat eine besondere Bedeutung.

Die Tee-Zeremonie

In Japan ist die Teezeremonie eine wichtige kulturelle Aktivität, bei der ein pulverisierter grüner Tee namens Matcha zubereitet und serviert wird. Alle Geisha sind in dieser Kunst gut ausgebildet und beherrschen auch Kalligraphie und den klassischen Tanz mit Fächern oder dem für Geishas so typischen Sonnen- und Regenschirm.

 

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75 Jahre im „Dienst“ – die älteste lebende Geisha

Yuko Asakusa ist mit 95 Jahren die älteste lebende Geisha und seit 75 Jahren im „Dienst“. Sie begann ihre Ausbildung mit dreizehn Jahren und hat nach eigenen Angaben nie zurückgeschaut. Sie sagt, dass sie es liebt aufzutreten und dass sie deshalb bis zu ihrem Tod eine Geisha sein wird.

Liza Dalby – die Geisha mit den blauen Augen

Traditionell durften nur japanische Frauen Geisha werden, aber 1976 debütierte Liza Dalby als erste westliche Frau. Als Teenager lernte sie während einer Reise nach Japan selbst eine Geisha kennen und kehrte später als Doktorandin zurück, um über die Geisha-Kultur zu promovieren. Obwohl sie nie beabsichtigt hatte, selbst eine Geisha zu werden, wurde sie schließlich eingeladen, sich einer kleinen Geisha-Gemeinde in Kyoto anzuschließen, und wurde später als „blauäugige Geisha“ über die Grenzen Japans hinaus bekannt.

Fakt oder Fiktion?

 

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Als Arthur Golden 1997 seinen Roman „Memoirs of a Geisha“ veröffentlichte, basierte er angeblich auf dem wirklichen Leben von Mineko Iwasaki. Iwasaki bereute es später, mit Golden gesprochen zu haben und behauptete, dass er nicht nur ihre Privatsphäre verletzt habe, als er ihre Identität preisgab, sondern dass er eine Reihe falscher Tatsachen in dem Buch präsentiere. 2002 präsentierte sie ihr eigenes Buch „Geisha: A Life“ und gab damit seltene Einblicke in eine immer noch gut abgeschottete Welt.

In Kyoto ist das Fotografieren von Geishas in Zukunft verboten

Im November 2019 haben die japanischen Behörden erstmals die Privatsphäre der Geishas geschützt und das Fotografieren ohne ihre gesonderte Erlaubnis verboten. Nach einer Flut von Beschwerden über Belästigung und schlechtes Benehmen ausländischer Touristen auf der Suche nach dem perfekten Selfie mit Geishas oder Maikos sieht das verhängte Verbot nun eine Geldstrafe von bis zu 75 Euro vor. Massentourismus ist vor allem in Japans bekanntestem Geisha-Distrikt, Gion in Kyoto, ein Problem geworden.