Heiratsantrag machen – Mit diesen 11 Regeln kann nichts schiefgehen

Heirate mich
©istock/Artem Tryhub
Heiratsanträge sind ja sowas von gestern. Wirklich? In Deutschland wurden in den vergangenen 30 Jahren ohne große Schwankungen jährlich um die 400.000 Ehen geschlossen. Das bedeutet nichts anderes, als dass zahllose Paare auch heute noch vor DER großen Frage stehen: Wie mache ich dem anderen auf die richtige Weise DEN Antrag?

Um es kurz zu sagen: Es gibt eigentlich keinen falschen Weg, um deinem oder deiner Geliebten die Ehe anzutragen. Aber es gibt dabei auch einiges zu beachten und auf jeden Fall Möglichkeiten, um sicherzustellen, dass beim Heiratsantrag auch alles romantisch und reibungslos abläuft. Wir von SUNNY DESSOUS geben hier 11 Tipps, wie man den ersten guten Schritt ins Eheglück setzen sollte.

1. Verleihe dem Antrag einen Sinn

Wenn es jemals eine Zeit gab, sentimental zu werden, dann jetzt, bei dem Vorhaben, IHR oder IHM einen Antrag zu machen. Denke an die bemerkenswerten Momente in der Beziehung zurück. Bringe Deinen Schatz zurück zu dem Ort, an dem Du ihn oder sie zum ersten Mal getroffen, geküsst oder gesagt hast: „Ich liebe dich!“

2. Wähle einen zeitlosen Ort (… um später dahin zurückkehren zu können)

Ein gerade angesagtes Restaurant ist möglicherweise die perfekte Wahl für einen romantischen Abend. Aber wird dieser Hotspot auch noch morgen oder übermorgen da sein? Denn diese Frage stellt sich gerade beim richtigen Ort für den Heiratsantrag. Hier ist die Idee von zentraler Bedeutung, dass SIE oder ER – auch wenn ihr einst alt und ergraut seid – immer wieder an diesen denkwürdigen Platz zurückkehren können. Ein altehrwürdiges Gebäude, ein Monument oder ein zeitlos schöner Platz in einem Park oder der freien Natur eignen sich hier gut. Um die Jahrestage später stilecht begehen zu können, ist es außerdem wichtig, sich über ein Ritual, Getränke und Speisen ausreichend Gedanken machen. Immerhin soll es für die Jubiläen möglich sein, diese magischen Details immer wieder neu zu erstellen.

 

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3. Ob öffentlich oder privat – das sollte gut überlegt sein!

Die einen mögen es gar nicht, im Rampenlicht zu stehen, während manche andere davon träumen, ihre Freude ständig zu teilen. Wenn Du dir nicht sicher bist, was deine Geliebte oder der Geliebte bevorzugen würde, solltest du dir über die Frage, den Heiratsantrag in intimer Atmosphäre zu Zweit oder unter den Augen der Öffentlichkeit zu machen, ein bisschen den Kopf zerbrechen. Ganz unauffällig kann die „Zielperson“ schon vorher auf unverfängliche Art und Weise zu dieser Frage „ausgehorcht“ werden. Oder frage Freunde und Familie, wenn du auf deren Geheimhaltung vertrauen kannst. Im Zweifelsfall immer auf Nummer sicher gehen. Er oder sie liebt es offensichtlich, alleine mit dir zu sein, also kannst du nichts falsch machen mit einer Eins-zu-Eins-Umgebung ohne Publikum.

4. Eine spektakuläre Aktion? – vergiss nicht die Erlaubnis einzuholen!

Solltest du an einer ausgeklügelten Aktion, wie zum Beispiel an einem kleinen Flash Mob oder einer Art Filmszene mit Freunden und Familienmitgliedern arbeiten, dann geh sicher, dass die entsprechenden behördlichen Genehmigungen eingeholt sind. Polizei und Sicherheitsbeamte nehmen in der Regel keine Rücksicht auf Heiratsanträge. Besser ist, du mietest eine Location, als dass du dich für einen Guerilla-Plan entscheidest, der auf vielfältige Art und Weise vereitelt werden kann.

5. Organisiere einen Köder und verrate das Geheimnis nicht vorzeitig

Für einen überwältigenden Heiratsantrag brauchst du etwas, zu dessen Ort und Zeit der oder die Angebetete nicht Nein sagen kann. Gute Ansagen sind: „Freunde oder Familienmitglieder sind in der Stadt!“ Ihr trefft euch zum Abendessen. Du hast Tickets für ein besonderes Konzert oder ein Theaterstück. Oder jemand gibt eine Cocktailparty, zu der man auf jeden Fall erscheinen sollte. Ist der Köder gefunden, heißt es nun dicht zu halten. Es gilt herauszufinden, wer die Komplizen in der Umsetzung des Plans sind. Die Information über Details sollte bei allen Außenstehenden so gering wie möglich sein. Selbst der Antragsteller riskiert es die Überraschung zu ruinieren, wenn er über alle Details aufgeklärt ist und seinen „Komplizen“ nicht die ein oder andere Überraschung zutraut. Es macht eben einfach mehr Spaß, die frohe Botschaft als Paar zu teilen.

6. Was genau machen SIE oder ER vor dem Antrag?

Das gilt es ebenfalls herauszufinden. Denn ein wirkungsvoll vorgetragener Heiratsantrag braucht eben auch das richtige Setting, die optimalen Rahmenbedingungen. Und dafür solltest Du wissen, wo ER oder SIE gerade herkommen, um sich am gewünschten Platz zur gewünschten Zeit einzufinden. Kommt sie zum Beispiel an einem Mittwochabend gerade von ihrem wöchentlichen Pilates-Kurs, dann könnte es leicht passieren, dass sie lieber unter die Dusche möchte, als jetzt nochmal im Scheinwerferlicht zu stehen. Auch stundenlange Arbeit im Büro direkt vor der Antragsstellung kann komplett den Spaß verderben. Dann wäre es einfach besser, das Wochenende für den Heiratsantrag abzuwarten.

7. Die richtige Kleidung für die Ringe wählen

So absurd das auch klingen mag, aber wichtig für den überraschenden Moment des Heiratsantrages ist auch, dass ER oder SIE die richtige Hose oder Jacke wählen. Denn die Ringe, welche bei einem solchen Date unablässig sind, sollten bis zum richtigen Zeitpunkt gut verstaut und leicht hervorziehbar sein. Fehlende Taschen oder Löcher in diesen können die Dramaturgie des Heiratsantrages komplett zunichte machen.

8. Wo ist der Backup-Plan?

Kein noch so guter Plan für den Vortrag eines Heiratsantrages ist so gut vorbereitet, dass er nicht auch noch auf allen Ebenen schiefgehen kann. Ein Spaziergang entlang des Strandes oder die Spitze eines Berges nach einer Tagestour? Diese Auswahl ist hervorragend… bis sich ausgerechnet an diesem Tag ein Jahrhundertunwetter zusammenbraut. Sollte sich also beispielsweise Mutter Natur als unkooperativ erweisen, dann ist es nicht so schlecht, wenn Du vorsichtshalber noch ein paar Innenräume – zum Beispiel Ihr oder Sein Lieblingsmuseum in petto hast. Gleiches gilt für Verspätungen wegen Staus oder einer ausgefallenen Bahn. Ein Plan B sollte sich also auch beim Heiratsantrag immer in der Gesäßtasche befinden.

 

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9. Was bringt der nächste Morgen?

Jeder möchte sich ein wenig im Schein der Verlobung sonnen. Deswegen sei dem Heiratsanträger auch geraten, einen Zeitpunkt zu wählen, nachdem am nächsten Morgen nicht unbedingt der Urlaubsflieger zurück ins wirkliche Leben geht. Oder vielleicht schon wenige Stunden später wieder die Arbeit ruft. Nichts ist so ernüchternd, als wenn nach wildem Auf- und Niederhüpfen schon wenig später wieder der Alltag droht.

10. Bleibe bei deiner Idee, aber halte dich nicht sklavisch an ein Skript

Der schlimmste Feind eines authentisch und emotional vorgetragenen Heiratsantrags ist sicherlich Angestrengtheit, Überplanung und in einen zu komplizierten Plan gepresst zu sein. Lege dir vorher zwei, drei Gedanken zurecht, die du in dem Antrag unbedingt ansprechen möchtest. Mehr als das ist zu viel und du wirst es mit Sicherheit vergessen. Wer lange Texte auswendig lernt, der klingt oft unnatürlich und gezwungen. Wenn etwas Unerwartetes den Moment ruinieren sollte, dann reagiere mit einem Lächeln. Das wahre Leben ist kein einstudiertes Schauspielstück. Und eine richtig schöne Panne lässt sich im Nachhinein immer besser erzählen, als eine perfekte und deshalb langweilig und steril wirkende Erfolgsgeschichte.

 

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11. Und nun soll es auch die ganze Welt wissen

Bei aller Modernität, aber die Eltern sollten als Erstes von dem Glück erfahren. ER oder SIE müssen bei Mutter und Vater nicht mehr um die Hand eines Ehepartners anhalten, aber es sind genau diejenigen, die sich wohl am meisten über das kommende Eheglück freuen dürften. Die Familie steht hier eindeutig an erster Stelle, wenn es darum geht die kommende Hochzeit anzukündigen. Und danach kann das Glück natürlich in die gesamte Welt hinausposaunt werden.

 

Im zweiten Teil unseres Beitrags zeigen wir Euch die 10 besten Ideen für den Hochzeitsantrag und den besten Heiratsantrag aller Zeiten!

freier Journalist für die Berliner Zeitung, Mitteldeutsche Zeitung und das Sunny-Dessous Magazin

1 Kommentar

  • Es gibt ja Zufälle im Leben, die kann man sich einfach nicht ausdenken. Das hat auch Matthew Dippel, ein Fotograf aus Amerika, erlebt. Er war im Yosemite Nationalpark zum fotografieren und sah durch Zufall auf einer Aussichtsplattform einen Heiratsantrag. Er drückte ab und lief zu der Plattform, in der Hoffnung dem Paar eine schöne Überraschung machen zu können. Dieses aber war weg und auch andere Besucher wussten nichts. Er hat sich nun an das Internet gewandt, um das Paar vielleicht doch noch zu finden und das Foto übergeben zu können. Da bleibt doch nur zu hoffen, dass er sie noch findet und die Beiden sich über das Bild freuen.

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