FKK – die besten Orte und 10 Regeln des Nacktbadens

Nacktbaden am FKK-Strand
Sonnencreme nicht vergessen!©istock/grinvalds
Die sogenannte Freikörperkultur wird nicht nur an deutschen Stränden zelebriert. Vielmehr gibt es beliebte Nackt-Strände in ganz Europa.

Wir von SUNNY DESSOUS stellen Euch hier die absoluten Hotspots des Nacktbadens vor und nennen darüber hinaus noch zehn ungeschriebene Regeln, auf die man beim FKK achten sollte.

 

Die beliebtesten Reiseziele für FKK-Freunde:

 

Sylt

Die nordfriesische Insel Sylt kann als eine Vorreiterin in Sachen Freikörperkultur gelten. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts hatten sich erste Anhänger der Freikörperkultur hier ihre Plätze erobert. Und auch heute noch ist Sylt die Insel der Nackten und der Reichen. Doch jeder Klassenunterschied löst sich in der Hüllenlosigkeit auf. So zum Beispiel im bereits legendären Strandabschnitt Buhne 16 in der Nähe der Sylter Strandbar. Oder auch am Lister Weststrand, der sich im nördlichsten Teil der langgezogenen Nordseeinsel befindet.

Ostsee

Die Inseln Usedom und Rügen sind regelrechte Paradiese der Freikörperkultur. Doch der wohl beliebteste FKK Strand in Deutschland (…oder möglicherweise sogar Europas) liegt etwa 30 Kilometer westwärts von Rostock in der Nähe des Ostseebades Kühlungsborn. Am Sandstrand von Kägsdorf ist sogar das Zelten am Strand erlaubt. Und Nacktbader sind hier ebenso normal wie Kiter und Surfer.

Mallorca

Die „Insel der Deutschen“ hat gleich eine ganze Handvoll an beliebten FKK-Stränden zu bieten. Da wäre zum Beispiel das von einem Pinienwäldchen umschlossene Platja de Portals Vells. Lediglich 20 Kilometer südwestlich der Inselhauptstadt Palma gelegen können hier die Nacktbader den feinen, weißen Sand im FKK-Abschnitt Es Margo genießen. Selbst an einem der längsten Beaches von Mallorca kann man alle Hüllen fallen lassen und sich völlig frei fühlen. Der Es-Trenc-Strand ist fünf Kilometer lang und erinnert fast schon ein wenig an die Karibik. Gleich daneben liegt das nächste Nudisten-Paradies Es Carbo. Diesen Strand erreicht man zu Fuß durch unberührte Natur von Colonia Sant Jordi. Im Norden findet man FFK (zumal hier beliebt auch bei der Gay-Community) am Platja de Muro, nahe Alcudia und im Nordosten nahe Can Picafort am Strand Son Serra de Marina.

 

Griechenland

Auch im oftmals noch stark religiös geprägten Griechenland finden FKK-Fans ihre Strände. Zu nennen wäre hier der bei den Hippies einstmals äußerst beliebte Rote Strand von Matala auf Kreta oder der weitläufige Banana Beach auf der Insel Skiathos. Legendär ist auch der Mirtiotissa Strand auf Korfu. Hier sind die Nacktbader durch steile Felsen hinter dem feinen Sandbereich vor den Blicken ungebetener Gäste geschützt.

Kroatien

Ein absoluter Hotspot innerhalb der europäischen Freikörperkultur ist mit Sicherheit auch Kroatien. Hier gibt mit Koversada gleich einen ganzen Park für Nudisten und mit Konobe ein weitläufiges Camping-Areal. Auch der wunderschöne und vergleichsweise unberührte Ciganka Beach auf der Insel Rab ist ein absoluter Geheimtipp für Fans des Nacktbadens.

 

Frankreich

Wer hat noch nicht vom freien Sex an den Stränden am Cap d`Agde gehört. Hier laufen Männer und Frauen auch gänzlich nackt durch die Stadt und selbst beim Shoppen bleiben alle hüllenlos. Weitere überaus populäre FKK-Resorts gibt es ebenfalls an der Atlantikküste an der sogenannten Cote d`Argent.

Karibik – St. Martin

Französisch wird auch in einem Teil der Karibik-Insel St. Martin gesprochen. Und genau hier befindet sich einer der zehn beliebtesten FKK-Strände überhaupt. In der Orient Bay ist der südliche Teil des Strandes für die Nacktbade-Kultur reserviert. Und im dort ebenfalls befindlichen Club Orient gibt es gar ein ganzes Resort für FKK-Liebende.

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Zehn ungeschriebene Regeln des Nacktbadens

 

1. Nacktbaden ist nicht überall erlaubt!

Rein gesetzlich betrachtet bedarf es für Nacktbader einer eigenen Kennzeichnung und Erlaubnis. Für „Oben ohne“ braucht es aber (zumindest in Deutschland) auch an Textilstränden keine besondere Genehmigung. Doch wer auf das Textil ganz verzichten will, sollte sich vor Ort schon besser informieren, wo genau sich die FKK-Beaches befinden. Wer gänzlich ohne Kleidung an ganz normalen Strandabschnitten auftaucht, muss mit der Verhängung von Ordnungsstrafen und einem Platzverbot rechnen.

2. Kein Spannen und kein Starren

Eine der Grundvoraussetzung der Freikörperkultur besteht darin, dass sich jeder ganz unbeschwert und frei fühlen kann. Dazu gehört auch, dass er nicht zum Objekt sexuellen Interesses oder allgemeinen Voyeurismus wird. Es sollte deshalb darauf verzichtet werden, andere Menschen über einen längeren Zeitpunkt anzustarren oder zu begaffen. Diese Verhaltensweisen sind belästigend und können Anderen den Genuss an der FKK-Kultur nehmen.

3. Keine Fotos, keine Filme

Gerade heute im Zeitalter von Handyfotos, Facebook und Instagram sollte es gänzlich unterlassen werden, andere Nackte ohne deren Erlaubnis zu filmen oder zu fotografieren. Anhänger des Nacktbadens wählen in FKK-Bereichen eine Zone, in der sie unter Ihresgleichen sind. Und Bilder aus diesem Intimbereich sollen außerhalb davon nicht unbedingt auftauchen.

4. Hier geht es nicht um Sex und Erotik

FKK-Strände sind in den allermeisten Fällen Familienbereiche. Es versteht sich von selbst, dass hier auch Kinder anwesend sind und sich deshalb alle Aktivitäten mit einem Bezug zu Erotik und Sexualität verbieten. Wer bei Anblick eines schönen Körpers dennoch körperliche Erregung verspürt, sollte diese mit einem Handtuch verhüllen.

5. Auge zu Auge und nicht über den Körper schweifen lassen

Natürlich kommt es auch an Nackt-Stränden zu Gesprächen. Und wenn der andere nackt ist, sollte man dennoch versuchen, überwiegend Augenkontakt zu halten. Wenn die Blicke zu intensiv über den Körper des Anderen schweifen, wird das meist als wertend und prüfend und deshalb auch als meist unangenehm empfunden.

6. Wer nicht nackt sein möchte, sollte am „Textil-Strand“ bleiben

FKKler sind natürlich gern unter sich. Deshalb werden angezogene Badegäste in diesen Bereichen auch nicht gern gesehen. Wer nicht nackt sein möchte, ist an einem Textil-Strand sicherlich besser aufgehoben. Einzige akzeptierte Ausnahme: Jugendliche in der Pubertät.

 

7. Nicht zu nah heranrücken

An einem Textilstrand kann es schonmal eng werden. Doch im FKK-Bereich haben die Menschen ein bisschen größeres Distanz-Bedürfnis. Gewisse Positionen im Sitzen oder Liegen können „unerwünschte Einblicke“ gewähren. Und deshalb sollte zwischen den Liegeplätzen schon ein paar Meter Abstand gehalten werden.

8. Keine dummen Bemerkungen machen

Der Reiz der Freikörperkultur besteht natürlich auch darin, dass es die Menschen gleich macht und hier eben nicht die Attraktivitätsmaßstäbe des normalen Lebens gelten. Hier tummeln sich nicht nur Teenager und Mittzwanziger mit Astralkörpern. Hier will man eben auch nicht unbedingt repräsentieren, sondern Sonne, Natur und frische Luft geniessen. Seinen Teil kann man sich denken, aber abfällige oder bewertende Aussagen (und auch Blicke) sollten MANN oder FRAU einfach für sich behalten.

9. Handtuch nicht vergessen

Aus hygienischen Gründen sollte man auch an einen Nacktstrand ein Handtuch mitnehmen. Meist gibt es auch an FKK-Stränden Einrichtungen wie Bars oder kleine Cafes. Und dort ist es besser, man setzt sich auf sein Badetuch als auf den nackten Hintern.

10. Auch FKK-Anlagen haben eine Hausordnung

Wie in jedem anderen abgegrenzten Bereich gibt es auch an FKK-Stränden so etwas wie eine Hausordnung. Meist ist diese irgendwo am Eingang angeschlagen. Um Ärgernisse und Konflikte mit Alteingesessenen und Verantwortlichen zu vermeiden, sollte man diese studieren, um das hüllenlose Stranderlebnis noch besser genießen zu können.

 
In Teil 1 „FKK – die radikalste Form von Body Positivity“ beleuchten wir die Geschichte der Freikörperkultur und gehen der Frage nach, wie und wo sich die Nackt-Kultur heute finden lässt.

 

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