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Was wir leider nicht haben …

Veröffentlicht von Sunny am 13. September 2016 | Keine Kommentare, jetzt kommentieren!

… ist ein „Herren Sport BH“.

Gibt es ihn überhaupt? Wer stellt ihn her und welchen konkreten Nutzen soll er haben? Er taucht noch nicht einmal in einschlägigen BH-Ratgebern auf. Bisher scheint also gar nicht bekannt zu sein, dass es ihn gibt. Und doch taucht er bereits auf Bildern aus dem Bereich des Sports auf. Es gibt ihn also offensichtlich. Und das Unternehmen GPSports taucht im Zusammenhang mit ihm auf. Aber mal langsam und der Reihe nach …

Worum geht es?

NEIN, der GPSports-BH ist kein „Herren-BH“, wie ihn manch Einer im Laufe der Jahre aufgrund ausgeprägter Hopfensucht und Schlämmerei dem Bindegewebe zu Liebe besser tragen sollte. Und genau genommen handelt es sich auch gar nicht um einen BH. Vielmehr gehört dieses besondere Kleidungsstück den Bustiers zugeordnet. Und noch eine weitere Tatsache beschreibt, dass es sich bei einem GPSports-BH nicht um einen BH im gewöhnlichen Sinne handelt: Er ist aus Neopren.

NEIN, auch beim Sporttauchen benötigt niemand zwingend einen BH, auch wenn das Material Neopren dies nahe legen würde. Und JA, es geht um Sport. Im engeren Sinne um Technik im Sport. Zwar kann man durchaus behaupten, dass auch ein typischer Sport-BH heute einen hohen Grad an technischer Finesse besitzt, wobei jedoch auch der Modeausdruck „Technische Sportbekleidung“ eigentlich nicht Technik im ursprünglichen Sinn meint. Vielmehr bezeichnet dieser Ausdruck vor allem das äußere Erscheinungsbild. Dieses wird durch spezielle Schnitte, hochtechnologisierte Herstellung der verwendeten Kunstfasern, technisch anmutende Designelemente begünstigt. Inzwischen bezeichnet man sogar die speziellen Eigenschaften eines Sport-BH als „technischer Support“. Um all das geht es bei dieser speziellen Variante der Sportwäsche jedoch maximal als Nebenaspekt.

Nun aber schnell runter vom Holzweg und Aufklärung betreiben

GPSports-Top (Quelle: www.gpsports.com)

Es handelt sich um nichts weiter als eine „Halterung“ für einen GPS-Tracker des Herstellerst GPSports. Und damit dieser sicher und effizient am Körper eines Sportlers befestigt werden kann, trägt ihn eben ein dem Bustier ähnelnder Oberkörper-Gurt mit kleiner Tasche im Nackenbereich. Und wegen der starken Ähnlichkeit zum Bustier haben ihn sowohl Medien als auch Soziale Netzwerke schnell als „Sport-BH für Herren“ belächelt. Wohl dem Mann, der alleine schon den Unterschied zwischen Bustier und Büstenhalter kennt. Besondere Aufmerksamkeit erlangte besagter BH durch einen sehr bekannten Träger. Kein geringerer als Zlatan Ibrahimovic zeigte sich mit einem solchen elektronischen-Tracker. Und prompt findet die Netzwelt dafür den passenden Betreff: „Ibra with iBra“. Dabei ist der selbst ernannte schwedische Fußballgott nicht der einzige Profifußballer, der diese Sportwäsche aus praktischen Gründen trägt.

 

Zlatan Ibrahimovic mit "iBra"

Ibra mit iBra (Quelle: www.gpsports.com)

Ein rein praktisch-analytischer Aspekt

Im modernen Leistungsport dient diese Sportbekleidung also ganz praktischen Zwecken. Der in ihm enthaltene GPS-Tracker zeichnet die genaue Position des Sportlers in sehr kurzen regelmäßigen Abständen auf. Er nutzt prinzipiell das gleiche Prinzip wie Navis und Smartphones zur Positionsbestimmung. So kann das Bewegungsprofil des Trägers genau analysiert und das Training damit optimiert werden. Ein solches System hilft, Defizite zu erkennen und Optimierung zu betreiben. Alles hoch wissenschaftlich versteht sich. Wenn man bedenkt, wie viele Betreuer im Hintergrund in der heutigen Zeit alleine auf einen einzigen Spitzensportler kommen, so ist diese praktische Entwicklung logisch. Besonders im Profifußball werden solche GPS-BHs inzwischen vermehrt eingesetzt. Große Fußballclubs in Spanien, Italien und Deutschland trainieren schon seit einiger Zeit mit diesen für das Auge des unwissenden Betrachtes recht ungewohnten GPSports-BHs.

 

GPSports ist nur etwas für Männer? Was sagt denn da der Gleichstellungsbeauftragte?

Nicht nur für Männer gemacht

Natürlich ist auch Frauenpower messbar (Quelle: www.dailymail.co.uk)

Aufgrund der Social Media Reaktionen ist völlig untergegangen, dass solche Leibchen, Bustiers oder auch Oberkörper-Gurte natürlich auch von Sportlerinnen genutzt werden. Nur würde hier niemand auf die Idee kommen, daraus einen Wortwitz a la „IBra with iBra“ zu kreieren. Im Profi-Mannschaftssport sind solche Kombinationen aus GPS-Tracker und den diese tragenden Kleidungsstücken inzwischen Normalität. Bei Frauen wie Männern in gleicher Weise. Im Frauensport nur eben unbemerkt und unbelächelt.

Eines bleibt: Ein Sport-BH ist nicht ersetzbar

Unterm Strich bleibt eines fest zu stellen: Ein Sport-BH ist für sportlich aktive Frauen im Grunde unverzichtbar. Er gibt zuverlässigen Halt und vor allem stützt und schützt er das Brustgewebe. Der so genannte „Herren Sport-BH“ hingegen ist es. Zumindest wenn man sich lieber dem Breitensport als dem Profisport widmet. Dort wiederum wird diese Erfindung sicher weiter Einzug halten. Auch wenn vermutlich besorgte Sportler und vor allem Datenschützer landauf landab den gläsernen Leistungsportler aufziehen sehen. Wichtige Tipps und Informationen zum Thema Sport-BH finden sich im Internet in  BH-Ratgebern und natürlich auch auf Seiten der Hersteller wie etwa Anita, Shock Absorber, Triaction und anderen.



 

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