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Traum vom Finale für DSC Volleyball Damen geplatzt

Veröffentlicht von Sunny am 18. April 2017 | Keine Kommentare, jetzt kommentieren!

Dresden/Stuttgart – Mareen Apitz setzte ganz auf zu Hause. Auf das Heimische, Vertraute – auf die Fans der Frauen des Dresdner SC vor dem dritten und entscheidenden Spiel um den Einzug ins Finale der deutschen Volleyballmeisterschaft am Samstag in Stuttgart. „So wie die Fans uns zu Hause unterstützt haben“, sagte die 30 Jahre alte Zuspielerin unter der vorigen Woche, die in dieser Saison ein Logo von Sunny Dessous auf dem Trikotärmel trug. Und wünschte sich die gleiche Leidenschaft für die Auswärtspartie bei Allianz MTV. Es sah gut aus mit dem Rückhalt aus der Heimat. 100 Fans fuhren mit.
Aber es reichte nicht für das vierte Finale nacheinander. Also auch nicht für eine mögliche dritte Titelverteidigung nach zuletzt drei Meisterschaften in Folge. Die Volleyballerinnen um ihre Ausnahmespielerin Mareen Apitz verloren glatt in drei Sätzen (17:25, 19:25, 16:25).
Die Dresdnerinnen waren die volle Spielzeit über unterlegen. Sie haderten anschließend mit dem Verlauf der drei Spiele. Sie hatten in Stuttgart gewonnen. Dann Heimvorteil – den sie nicht ausspielen konnten. Trainer Alex Waibl drückte sich noch diplomatisch aus. „Stuttgart hat verdient gewonnen. Sie hatten das Momentum auf ihrer Seite. Direkter fiel das Urteil bei Myrthe Schoot aus. Sie haderte: „Scheiße, wir hätten das zweite Halbfinale in unserer Halle nicht verlieren dürfen.“
Sei’s drum. Ostermontag tröstete sich der Verein mit dem Argument, dass nicht alles klappen kann, wenn man vor wenigen Monaten erst den Umbau der Mannschaft in Gang gesetzt hat. Auch Mareen Apitz war erst in der Sommerpause nach ihren Gastsspielen in Frankreich und Aserbaidschan wieder zum Kader gestoßen. Es rumpelte am Anfang der Saison heftig. Im Pokal etwa war früh Schluss – auch gegen die Stuttgarterinnen. Dann aber fing sich der DSC, weshalb es auf der Webseite hieß, man habe nicht das Halbfinale verloren, sondern Bronze gewonnen.
Mareen Apitz wollte sich trotzdem nicht so recht freuen. Sie sagte in Stuttgart: „Wir sind nicht ansatzweise an die Leistung aus den vergangenen Spielen herangekommen. Deswegen hat Stuttgart heute verdient gewonnen. Es ist lange her, dass ich mit dem DSC nur Bronze gewonnen habe. Insofern finde ich es einfach enttäuschend.“
Jeder Schmerz braucht seine Zeit, um abzuklingen. Und zu vergehen. Vielleicht bekommt die vorige Woche vom Playboy zur schönsten Sportlerin Deutschlands gewählte Dresdnerin es ja bis Donnerstag hin, die Enttäuschung zu verwinden. Man wird sehen – und darf sich selbst ein Bild davon machen. Ab 16.30 Uhr feiern die Volleyball Damen im Elbgarten (Friedrich-Wieck-Str. 18) ihr traditionelles Fanfest. 210 Liter Freibier stehen zum Ausschank bereit. Dazu die Spielerinnen, der Trainerstab und die Vereinsverantwortlichen zum Tête-à-Tête und für Fotos und Handshakes. Anschließend wird wie jedes Jahr die Spielerin der Saison geehrt.
Mareen Apitz vielleicht? Wer weiß. Aufs Fest jedenfalls freut sie sich – Bronze oder Blech ganz gleich. Sie sagte: „Wir wollen uns bei unseren treuen Fans für die fantastische Unterstützung in dieser schwierigen Saison bedanken. Genau wie wir haben sie immer alles gegeben und ich freue mich darauf, dass wir noch einmal alle zusammenkommen.“



 

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